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Die Azubi-Patenschaft war hilfreich

Erfahrungsbericht von Ahmad Abo Dai, Immobilienkaufmann im 3. Lehrjahr

Mein Name ist Ahmad Abo Dai und ich wurde am 10. Mai 1997 in Hama / Syrien geboren. Ich komme aus Syrien, genauer gesagt aus Damaskus, der syrischen Hauptstadt und einer der ältesten Städte der Welt. Dort habe ich die 10. Klasse absolviert. Wegen des Krieges floh ich nach Deutschland und bin seit August 2015 hier. Nun wohne ich in Pankow. In den vergangenen Jahren habe ich mir die deutsche Sprache mithilfe von Deutschkursen angeeignet. Mittlerweile besitze ich die höchste Sprachniveaustufe, die man an Deutschlands Sprachschulen erlernen kann - C1.

Seit August 2018 mache ich meine Ausbildung zum Immobilienkaufmann bei der GESOBAU AG. Ursprünglich wollte ich ein Studium im sozialen Bereich, wie Lehrer oder Anwalt erlernen. Besonders wichtig für meine Entscheidung war meine Leidenschaft, anderen Menschen zu helfen bzw. ihnen etwas beizubringen.

Seit September 2016 engagiere ich mich ehrenamtlich im Infopoint Reinickendorf. Das ist eine Anlaufstelle für Flüchtlinge, die Hilfe oder Informationen rund um das Leben in Deutschand benötigen. Hier führt die GESOBAU AG das Projekt „Integrationslotsen“ durch. Dadurch hatte ich den ersten Kontakt mit den Auszubildenden der GESOBAU. Wir sprachen immer über die Ausbildung der Immobilienkaufleute. Dort gaben sie mir erste Einblicke in ihren Arbeitsalltag und ihr Schulleben. Mit jedem Treffen der „Integrationslotsen“ entwickelte sich mein immer weiter steigendes Interesse für den Beruf des Immobilienkaufmanns.

Also nahm ich Kontakt zur Ausbildungsleiterin auf, um zu fragen, wie die Chancen stehen, ein Praktikum bei der GESOBAU absolvieren zu dürfen. Schnell wurde mir ein vierwöchiges Praktikum ermöglicht, wodurch ich merken sollte, ob die Ausbildung zum Immobilienkaufmann das richtige für mich ist. Und das war es.

Nach meiner Bewerbung bekam ich eine Einladung zu einem Assessment Center. An dem Tag wurde ich sehr nett begrüßt und von Azubis betreut, so dass ich mich wohlfühlte. Das Assessment Center war ganz anders, als ich mir dachte. Am Anfang des Tages lernten wir uns kennen und danach schrieben wir einen Test, spielten ein Rollenspiel und bereiteten eine Präsentation vor. Besonders gefiel mir die Feedback-Runde, da die Stärken und Schwächen angesprochen wurden. Nach dem Assessment Center wurde mir gesagt, dass ich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werde, worüber ich mich sehr freute. Drei Tage nach dem Vorstellungsgespräch erhielte ich die Zusage für die Ausbildung bei der GESOBAU.

Am Anfang der Ausbildung fanden die drei Einführungstage statt, wo wir alle Abteilungen und ein Teil der Wohnungsbestände der GESOBAU sahen. Besonders gut fand ich, dass die Gespräche mit den anderen Azubis mir meine Unsicherheit nahmen und ich mich aufgenommen fühlte.

Eine große und wichtige Bedeutung hat für mich die Azubi-Patenschaft, weil mein Pate mich unterstützt, sobald Sprach- oder Kommunikationsprobleme auftreten. Außerdem haben wir als Azubis noch die Mentoren, welche uns während unserer dreijährigen Berufsausbildung mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Bei der GESOBAU AG gibt es viele verschiedene Bereiche und Abteilungen, in denen die Azubis eingesetzt sind. Zum Beispiel das Kundencenter. Man hat zahlreiche Kontakte mit den Mietern bezüglich der Fragen ihrer Wohnung, egal ob per Telefon, E-Mail oder persönlich. Man verbessert sich in der Kommunikation per Telefon und E-Mail. Man wendet stets sein Wissen aus der Schule auf die praktische Arbeit an. Darüber hinaus stärkt man durch den vielen Kundenkontakt den persönlichen Umgang mit Mietern. Insbesondere gefällt mir an dem Kundencenter sehr gut, dass ich auch außerhalb vom Büro beruflich unterwegs bin.

Ein paar Tage war ich auch schon im Vermietungsbüro eingesetzt. In dieser Abteilung hat man mit Interessenten bezüglich der Wohnungssuche viel zu tun. Außerdem ist man viel unterwegs, wegen der Wohnungsbesichtigungen. Da das Vermietungsbüro abwechslungsreich ist, scheint es eine interessante Abteilung zu sein.

Im Bereich der Hausmeister lernt man wie „Wohnen“ überhaupt funktioniert bzw. was alles dazu gehört. Man bekommt Einblicke in die Welt der Haustechnik wie zum Beispiel die Heizungsanlagen. Außerdem steht man im ständigen Austausch mit seinen Kunden/Mietern, weil wir der erste Ansprechpartner im Fall von Problemen sind.

Insbesondere gefällt mir die Berufsschule an der BBA, in der wir zwei Wochen am Stück in die Theorie der Immobilienwirtschaft eintauchen. Die Mit-Azubis sind alle super nett sowie die Kollegen auch. Man wird überall herzlich empfangen und schnuppert in viele Abteilungen rein. Man lernt selbstständig zu arbeiten und bekommt Verantwortung aufgetragen.

Abschließend muss ich sagen, dass ich mich jeden Tag mehr in die Gesellschaft integriere und mich in Deutschland wohlfühle. Ich freue mich sehr, die Ausbildung bei der GESOBAU AG zu absolvieren.